Nachlese solutions.hamburg

Gedankenschnipsel zum größten deutschen Digitalisierungs-Kongress
unboxing the future

Das waren drei sehr spannende Tage beim größten Digitalisierungskongress „solutions.hamburg“.  Jeder Tag stand unter einem anderen Motto: Strategie, Zusammenarbeit und Technologie. In zig Veranstaltungen wurden alle Themen diskutiert, vorgetragen, dargestellt, um die es in den kleinen, aber auch mittleren Unternehmen in den nächsten Jahren gehen wird oder eigentlich schon geht.

Nicht nur während der Pausen in den Aufenthaltsflächen und an den Ständen der Aussteller wurde viel diskutiert. Auch in den Veranstaltungen – zumindest bei denen, die ich besucht habe – haben Vortragende und Teilnehmende gleichermaßen engagiert diskutiert, infragegestellt, Probleme aufgeworfen und Lösungen skizziert.

Es würde den Beitrag hier komplett sprengen, selbst die Veranstaltungen zu beschreiben, die ich besucht habe oder alles aufzuführen, was die Konferenz spannend und besuchenswert gemacht hat.

Deshalb hier ein paar Blitzlichter zu den Fragestellungen, die ich für mich mitgenommen habe:

1. Alles zum komplexen Themenbereich „Daten“. Nach meiner Beobachtung bewegten sich viele Diskussionen in dem Spannungsfeld zwischen dem Machbaren und dem Möglichen und dessen – teils sinnvoller – Begrenzung. Wobei letzteres mit Datenschutz und Datenhoheit verbunden ist: Wem gehören die Daten? Gibt es noch ein Eigentumsrecht? Wer darf eigentlich wessen Daten für welche Zwecke nutzen? Hier setzten auch viele Gedankensplitter unter dem „Digitalen Manifest“ an. In diesen Fragestellungen steckt noch sehr viel Diskussions- und noch mehr Informationsbedarf.

Digitales Manifest

 

2. Die spannende Fragestellung, unter welchen Prämissen auch Heute (noch?) Allround-Softwaresysteme die richtigen Lösungen bieten, um die Aufgaben in Unternehmen richtig zu lösen. Oder ob es mit fortschreitender Entwicklung der Systeme nicht besser ist, zumindest die kollaborativen Prozesse eines Unernehmens auszulagern? Gebietet es die fortschreitende Entwicklung nicht nahezu, zukünftig auf Kernsysteme zu setzen, die dann andere Spezialisten zur Lösung spezieller Aufgaben andocken?

3. Digitalisierung bedeutet häufig die Verlagerung von Prozessen in den Datenhimmel. Welche Funktionen müssen Cloud-Anbieter zur Verfügung stellen? Welche Vorteile oder Mehrwert bieten Cloudlösungen? Azure, Onedrive, Google Cloud? Was bieten deutsche Cloud-Anbieter anders und vielleicht sogar besser als die Giganten aus Übersee?

 

 

 

 

4. Software-Implementierungsprozesse. Nicht nur auf der „Hamburg.Digital“, sondern auch bei anderen Kongressen und Messen haben Vorträge den schwierigen Einführungsprozess von Unternehmenssoftware zum Thema. Hier hat sich in all den Jahren nicht wirklich etwas verändert – gefragt sind engagierte Kunden und kompetente Berater, die die Aufgaben ernst nehmen und einen strukturierten Ablauf initiieren.

Nebenbei und als Abschluss bemerkt fand ich den Umbau der Kulturfabrik Kampnagel in ein Messe- und Kongressgelände sehr gelungen. Am interessantesten empfand ich dabei die Aufteilung großer Räume. Hier wurden nämlich Pappkartons genommen: Diese haben sowohl den Schall gut geschluckt, konnten – wenn geöffnet – auch als Ablagefläche dienen und wirkten insgesamt sehr cool. Gleichzeitig wurde durch die Raumgestaltung auch ein Hauptmotto des dritten Tages unterstrichen: unboxing the future.

Fazit: eine rundum gelungene Veranstaltung!

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